Samstag, 11. Juni 2011

L´espoir est mort depuis longtemps.


Die Hoffnung ist schon längst gestorben. Ja, das ist sie. Leider. 
Nun erst mal kurz zu mir, bevor es weiter geht: Ich habe im Schüler - Vz einen 2. Account. http://www.schuelervz.net/Profile/_DQSkp4TC5zFXGx9M2bVUg0XMsWCpUCq8ZXwXHFNfzI/tid/102 
Dort habe ich Kontakt zu vielen Mädchen und Jungen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden, wie ich es tu. Einige sind wegen Liebeskummer da, andere wegen Essstörungen. Meine Hauptprobleme sind SvV, wobei ich es geschafft habe, damit aufzuhören. Weiterhin Liebeskummer, der zu Selbstmordgedanken führt. Und man kann auch sagen zur Selbstmordgefährdung. Ich würde gerne eine Therapie beginnen, habe jedoch Angst vor einer Einweisung. Ich habe keinerlei Erfahrungen damit, jedoch hört man durch die 2. Accounts einiges darüber und liest schlimme Geschichten. Ob ich es dort aushalten würde? Das weiß ich nicht. Ehrlich gesagt gebe ich auch nichts auf solches "Gelaber", ich glaube nicht, dass eine Therapie bei mir etwas bewirken kann. Das würde alles noch viel schlimmer machen. Ich erzähl euch einfach mal meine Geschichte. 
Im Jahr 2007 lernte ich einen Jungen kennen. Ich kannte ihn durch eine Freundin, die sich später als Miststück entpuppte. Wir hatten uns vorher in der Schule oft gesehen, jedoch nur im Vorbeigehen. Er war schon damals sehr an mir interessiert. Als die besagte Freundin dann ihren Geburtstag im Dezember 2007 feierte, war seine Freude also groß, dass auch ich eingeladen war. So haben wir den Tag miteinander verbracht. Wir hatten uns auf Anhieb super verstanden. Wir hockten an dem Tag immer nur zusammen, als würden wir uns schon seit Jahren kennen. Schließlich gab ich ihm meine Handynummer, weil ich unbedingt mit ihm in Kontakt bleiben wollte. Wir telefonierten seitdem jeden Tag. Erst mit der Freundin, dann aber alleine. Ich konnte ihm von Anfang an alles erzählen. Er hörte mir zu, half mir. Weil er mich liebte. Jedoch wusste ich das zu diesem Zeitpunkt natürlich noch nicht. Er war auch viel zu schüchtern mir das zu sagen. Bis ich ihn eines Tages einfach am Telefon fragte, ob es möglich ist, das er was von mir will. Ich bin froh, dass er wenigstens da den Mut hatte, ja zu sagen. Unsere Freundschaft wurde immer besser. Ich hatte dann ein paar Beziehungen mit Jungs, die er nicht mochte. Bei denen er mir immer sagte: "Der ist doch nichts für dich!" Aber ich dachte mir nichts dabei. Ich dachte ehrlich gesagt, dass er das nur behauptet, weil er eifersüchtig ist. Ich dachte, er will einfach nicht, dass ich einen Freund habe. Aber später stellte sich immer heraus, dass er recht hatte. Keiner von denen war was für mich. Alle haben mich verarscht, ausgenutzt. Jedes mal. Und er sah dabei zu, wie das Mädchen, das er liebt, von anderen ausgenutzt wird. Aber dennoch konnte ich mich immer wieder bei ihm ausheulen. Er hätte auch einfach sagen können: "Tja, Pech. Ich hab dir von Anfang an gesagt, dass er nichts für dich ist." Aber das tat er nicht. Er war immer für mich da. 
Nach einigen Beziehungen, die der größte Reinfall waren, kam es dann dazu, wozu es einfach kommen musste: Ich hab mich in ihn verliebt. Jedoch war die Liebe nicht so groß, wie seine Liebe zu mir. Deshalb wollte ich noch keine Beziehung mit ihm. Aber ich hab ihm gesagt, dass ich mich in ihn verliebt hab. Eine Beziehung hatte ich danach noch. Auch das war ... wie immer. In dieser Beziehung hab ich mich am unwohlsten gefühlt. Ich wurde nur rumkommandiert. Ich hab in der Zeit auch viel mehr mit ihm gemacht, als von meinem Freund. Als dann auch diese Beziehung, man kann sagen "endlich" in die Brüche ging, dauerte es nicht mehr lange und WIR kamen endlich zusammen. Im Oktober 2009. Bei uns ging alles sehr schnell. Gleich nach 2 Wochen hab ich bei ihm geschlafen. Anfangs waren wir noch sehr zurückhaltend. Aber das Eis war schnell gebrochen und man hat uns nicht mehr auseinander bekommen, Wir haben nahezu jedes Wochenende miteinander verbracht. Jeden Tag telefoniert, uns jeden Tag in der Schule gesehen. Er war wirklich für mich da, er hat mir immer zugehört, mir immer geholfen. Er hat mir gezeigt, dass er mich liebt. Nicht so wie andere. Mit ihm hab auch immer mehr unternommen als mit meinem eigentlichen Freund. Aber das war mir egal, denn von ihm wurde ich schließlich besser behandelt.
 
Und er war nicht nur auf Sex raus. Obwohl ich mit ihm nach kurzer Zeit schon mein erstes Mal, hatte, welches auch sein erstes Mal war. Aber ihn kannte ich schon so lange, deswegen hatte ich dabei keinerlei Hemmungen oder Probleme. Außerdem hab ich ihm vertraut. Und das kann ich nur sehr schwer.
Wir haben uns oft wegen Kleinigkeiten gestritten. Aber dann haben wir darüber gelacht und alles war wieder okay. Wir hatten eigentlich nie größere  Probleme. Es schien alles perfekt zu sein. Er war fast besessen von mir. Wollte immer bei mir sein, hat mir ständig Komplimente gemacht, konnte mich nicht mit einem anderen Jungen reden sehen, hat mir jeden Wunsch erfüllt. Auch ich habe alles für ihn getan. Und ich dachte, er ist der Richtige. Ich wollte keinen anderen mehr.
Im Juli 2010 waren wir zusammen im Urlaub. Zwar nur ein paar Tage, aber es war trotzdem wunderschön. Wir waren die ganze Zeit nur zusammen. Hatten ein schönes großes Hotelzimmer. Das war ein wundebrarer Abschluss der Sommerferien, in denen wir uns ständig getroffen haben.
Ja, das klingt schon nach einer echten Lovestory. Das mag es wohl auch sein, nur gibt es kein Happy End.
Im August 2010 hat er dann Schluss gemacht. Seine Begründung: Es sei nicht merh so schön gewesen und er liebt mich nicht mehr so sehr, wie am Anfang. Ich weiß bis heute nicht, warum er Schluss gemacht hat. Das ist für mich keine Begründung. Ich fand es besser als zuvor. Und er macht Schluss. 
 
Wir haben uns bis Anfang September trotzdem noch getroffen. Ich hab einmal bei ihm geschlafen und er abschließend noch einmal bei mir. Alles war wie immer, wir haben uns geküsst. Sicher war das ein Fehler. Ich habe schon mit einem sehr guten Freund darüber geschrieben. Und er meint auch, dass das ein Fehler war. 
Er ging dann immer mehr auf Abstand. Ohne jegliche Vorwarnung. Auf einmal hatte er keinen Empfang mehr, wenn ich ihn anrufen wollte. Er sagte zwar, er legt sein Handy so hin, dass er Empfang hat, aber ich konnte ihn nie erreichen. Dann sprach er auch weniger in der Schule mit mir. Bis er einmal sagte: "Wir können es auch ganz lassen mit der Freundschaft." Ich dachte noch, er sagt das nur so. Einfach im Affekt. Weil er es grundlos sagte. Wir unterhielten uns normal. Und auf einmal sagte er das. Ich wusste gar nicht was ich dazu sagen sollte. Später hab ich ihn immer wieder gefragt, ob er das ernst meint. Und er meint es ernst. Das merke ich jetzt. 
Er hat vielleicht 3 Minuten mit mir geredet, wenn ich in der Pause zu ihm gegangen bin. Dann ist er gegangen. Irgendwann durfte ich ihn nicht mal mehr umarmen. Alles wurde immer schlimmer. Er antwortete auf keine SMS mehr. Und dann hab ich ihn einfach mal angerufen. Unterdrückt, damit er mich nicht gleich wegdrückt. Er ging ran und ich sagte nur "Hallo". Er hörte sofort, dass ich das bin und legte auf. Dann schreib ich ihm, dass ich doch nur mal mit ihm reden will. Darauf antwortete er: "Lass mich in Ruhe und schreib mir nicht mehr!" Ich kam nicht mehr klar. Ich hab einfach nur geheult. Ohne Ende. Weil es weh tat, so was von ihm zu lesen. Weil ich so was noch nie von ihm gelesen hab und weil ich den Grund für sein Verhalten nicht kannte. Es war grausam. Auf meine weiteren SMS antwortete er mir nicht mehr. 
Er gratulierte mir auch nicht zu meinem Geburtstag. Ich hatte an einem Sonntag Geburtstag und er gratulierte mir am Montag dann in der Schule. Wenn ich aber nicht zu ihm gegangen wäre, dann hätte er sich auch nicht zu mir bequemt, um mir zu gratulieren. 
Ich habe ihm schon immer gesagt, dass ich mich umbringen würde, wenn wir mal keinen Kontakt mehr haben. Anfangs war er am Boden zerstört, als er so was von mir hörte. Und ich habe es nicht einfach nur so gesagt, wie es manche vielleicht machen. Ich habe es gesagt, weil ich es ernst meinte.
Aber er sagte immer zu mir: Egal was passiert, wir werden immer Freunde bleiben. Auch wenn wir einmal nicht mehr zusammen sind. Wir bleiben immer Freunde. Natürlich sagen das alle Jungs, immer. Aber er war der einzige Junge, dem ich das geglaubt hab. Weil er auch der einzige war, den ich vor der Beziehung so lange kannte, dem ich so vertraute und der mich wirklich liebte. Und den ich auch wirklich liebte, mehr als alles andere auf der Welt. Deswegen machte ich mir auch anfangs keine Sorgen um die Zukunft. Aber da er das ja alle wirklich ernst zu meinen scheint, wusste ich nicht mehr weiter.
Ich hab ihm gesagt, dass ich es wirklich machen will und werde. Ihm ist das egal, er meint ich sei "hohl", weil ich so was mache. Er versteht nur einfach den Ernst nicht, er versteht nicht, dass es mein voller Ernst ist und ich es tun werde. 
Ich hab es ihm immer wieder gesagt. Er meinte einmal, ich sei ihm nicht egal. Es würde ihn interessieren, ob ich es mache oder nicht. Aber im selben Atemzug sagt er "Tschüss, ich geh jetzt." 
Ich weiß einfach nicht weiter.
Die Situation jetzt ist folgendermaßen: Ich bin fertig mit der Schule, er noch nicht. Ich sitze schon ewig zu Hause. Und diese Zeit war einfach die Hölle für mich. Ihn nie zu sehen. Nicht zu wissen, was er gerade macht, wie es ihm geht. Aber ihm ist es egal. Er kommt auf einmal ohne mich klar. 
Ich bin so fertig, dass ich mir Schlaftabletten gekauft habe, nachdem er mir das vorletzte Mal wieder Sachen an den Kopf geknallt hat. Das ihm alles egal ist. Oder das er auch nichts dran ändern kann, dass ich mich umbringe. Er weiß genau, dass NUR ER das kann. 
Diese Woche haben wir uns dann wieder gesehen. Und um ihm zu zeigen, dass es verdammt noch mal mein Ernst ist, hab ich ihm die Schlaftabletten gezeigt. Seine Reaktion verriet mir, dass er mir erst zu diesem Zeitpunkt wirklich abgekauft hat, dass ich es machen will. Erst da hat er gesehen, was er gemacht hat, das hab ich ihm angesehen. Ich bin froh, dass er es endlich mal verstanden hat. Besser (zu) spät, als nie. Aber geändert hat das trotzdem nichts. Es ist ihm immer noch egal, was auch sonst. 
Ich bin wirklich am Ende. Wenn ich nicht noch jemanden hätte, der mir immer beisteht und mir jeden Tag zuhört, mir immer hilft und mir immer wieder sagt, dass er das alles nicht wert ist ... Ich glaube, dann hätte ich es schon längst getan. Wenn ich ihn nicht hätte, wüsste ich nicht, was ich machen soll. Denn er ist der einzige, dem ich alles erzählt hab. Andere wissen nur ein paar Episoden. Aber er weiß alles. Er versucht mir immer wieder einzureden, das es Unsinn ist, was ich vor habe. Aber ich weiß, dass es für MICH genau das Richtige ist. Auch wenn andere das nicht verstehen. 
Er ist nicht nur ein Junge, nicht irgendeiner. Er ist alles für mich, nur das will oder kann keiner verstehen. Ich kann ihn nicht einfach so gehen lassen. So tun, als würde mich das alles nichts angehen. Das macht er ja schon. Und genau dadurch macht er mir das Leben zur Hölle. Ich kenne keinen anderen Ausweg, weiß nicht, was ich sonst tun soll. Ich hab keine Angst es zu machen. Ich wäre froh, wenn ich es einfach machen könnte. Wenn ich niemandem mehr eine Erklärung schuldig wäre, wieso ich mein leben beende. 
Wir sehen uns nächste Woche noch einmal. Das letzte Mal. Ich hab jetzt schon Angst davor. Weil ich weiß, dass er wieder alles auf die leichte Schulter nimmt. Weil er vielleicht auch froh ist, mein dummes Gelaber nicht mehr mit anhören zu müssen. Ich kann nicht einfach für immer "Tschüss" sagen. Es geht einfach nicht. 
Aber er kann es. Ich weiß, dass er nächste Woche so sein wird wie immer, weil es für ihn ein Tag wie immer ist. Es ist nichts besonderes für ihn, die nie mehr wieder zu sehen, die ihm "gezeigt hat, was Liebe ist", wie er mir mal sagte. 
Wie gesagt: Die Hoffnung ist schon längst gestorben.  
 


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